
Männerbrust - Gynäkomastie
Ursachen, Symptome und OP-Optionen
Das Wichtigste vorab:
1. kurzer und risikoarmer Eingriff in Schlüssellochtechnik
2. Drüsengewebe wird über kleinen Zugang an den Brustwarzen entfernt
3. Kompression 4-6 Wochen nach OP notwendig
Dauer des Eingriffs

90 Minuten
Wieder Arbeitsfähig:
ca. 1 Woche

Gesellschaftstauglich:

ca. 1 Woche
Was ist Gynäkomastie?
Die Gynäkomastie, auch Männerbrust genannt, beschreibt eine pathologische Vergrößerung von männlichem Brustgewebes. Dies geschieht durch hormonelle Veränderungen, genetische Faktoren, bestimmte Medikamente, Marihuana, Nebenwerkungen während und nach der Behandlung vom Prostatakarzinom, hormonbedingte Tumoren oder auch bei Übergewicht.
Betroffene Männer tragen das erhöhte Risiko für eine gut- oder bösartige Veränderung dieses zusätzlichen Drüsengewebes. Weiter können betroffene Patienten regelmäßige Beschwerden beim Sport und beim Tragen von Kleidung aufweisen. Auch werden nicht selten Einschränkungen und Unsicherheiten im Alltag erörtert.
Unsere medizinische Behandlung zielt darauf ab, überschüssiges Drüsengewebe und das dazugehörige Fettgewebe operativ zu entfernen. Als Nebeneffekt kann sich auch eine flachere und maskulinere Brustkontur zeigen.
Abhängig von Ausprägung und Befund kommen meistens minimalinvasive Verfahren in Schlüsselochtechnik über die Brustwarzen und über weitere kleine strategische Hautschnitte zustande.
Bei stärkerer Ausprägungen können größere Schnitte zur zusätzlichen Anpassung der Form und Position der Mamillen notwendig sein.
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Die Einteilung der Gynäkomastie (Männerbrust) erfolgt im medizinischen Alltag am häufigsten nach der Simon Klassifikation und wird in 3 Stadien eingeteilt. Zusätzlich gibt es noch die Klassifikation nach Deutinger und die Einteilung nach Tanner.
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Grad I (Leichte Gynäkomastie): Es liegt eine geringe Vergrößerung der Brust vor. Die Veränderung ist oft nur tastbar (palpatorisch). Es gibt keinen Hautüberschuss
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Grad IIa (Mäßige Gynäkomastie ohne Hautüberschuss): Die Brust ist sichtbar vergrößert. Das Gewebe bildet sich deutlich ab, die Haut ist jedoch noch straff genug und hängt nicht
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Grad IIb (Mäßige Gynäkomastie mit Hautüberschuss): Es liegt eine moderate Vergrößerung vor, bei der bereits ein leichter bis mäßiger Hautüberschuss erkennbar ist. Die Brust beginnt zu hängen
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Grad III (Schwere Gynäkomastie): Die Männerbrust zeigt eine ausgeprägte Vergrößerung und ähnelt der einer weiblichen Brust. Es besteht ein deutlicher Hautüberschuss mit Ausbildung einer Unterbrustfalte und dem Herabhängen der Brust (Ptosis)
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Gewichtsreduktion oder Veränderung bestimmter Lebensgewohnheiten bessern die Beschwerden in der Regel nicht. Es ist daher häufig bzw. meistens ein chirurgischer Eingriff erforderlich, um ein dauerhaft stabiles und zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.
Diagnostik
Vor einer Behandlung ist eine sorgfältige Abklärung der Ursachen notwendig. Dazu gehören eine körperliche Untersuchung, die Beurteilung der Brustform und in vielen Fällen ergänzende Untersuchungen wie Ultraschall oder Bluttests zur Abklärung hormoneller Faktoren. So lässt sich unterscheiden, ob es sich um eine echte Gynäkomastie (Vermehrung von Drüsengewebe im Vordergrund) oder eine Pseudogynäkomastie (vermehrtes Fettgewebe im Vordergrund) handelt. Die genaue Diagnose ist entscheidend für die Wahl der geeigneten Therapie.
Die Diagnostik der Gynäkomastie sollte eine Hormonanalyse und eine Leber- und Schilddrüsenfunktionsüberprüfung durch Laboruntersuchung (Blutabnahme) beinhalten.
Insbesondere bei einer einseitigen Gynäkomastie im fortgeschrittenen Alter sollte auch an den zwar seltenen, aber höchst aggressiven Brustkrebs (Mammakarzinom) beim Mann gedacht werden. Der Brustkrebs des Mannes ist meist höchst aggressiv. Daher ist die Ultraschalluntersuchung und Mammographie sehr empfehlenswert.
Eine gute Einschätzung der Ursache und des Befundes kann von unserem erfahrenen Team anhand der persönlichen Befragung und der körperlichen Untersuchung erfolgen – gerade im Hinblick auf die Auswahl der optimalen Behandlungsoption, welche wir Ihnen bei uns in Wien und Umgebung, sowie in Salzburg anbieten können.
Behandlungsmöglichkeiten
Je nach Ursache und Ausprägung stehen unterschiedliche Therapieansätze zur Verfügung. Nachdem zusätzliches Drüsengewebe beim Mann immer auffällig ist, muss das Drüsengewebe in jedem Fall entfernt werden. Zusätzliche können sich ganz leichte Formen durch Gewichtsreduktion oder Anpassung von Medikamenten verbessern, jedoch ist darauf zu achten, dass sich etwaiges Drüsengewebe vollständig zurückbildet.
Häufig bzw. fast immer ist daher ein operativer Eingriff notwendig, bei dem das überschüssiges Drüsen- und umliegende Fettgewebe entfernt wird. Dies erfolgt meistens in Schlüssellochtechnik über sehr kleine und strategisch versteckte Zugänge, welche sich an der Vorderseite des Brustkorbes (Thoraxvorderwand) befinden. Zeit zm Abheilen sind in der Regel 7-14 Tage, je nach Ausprägungsgrad.
Ziel ist es unserseits neben der vollständigen Drusengewebeentfernung, zusätzlich auch ein optisch ansprechendes Ergebnis in der Form zu erzielen, wo man möglichst keine Narben mehr erkennen kann. Wir schauen daher stets auf eine flache und maskuline Brustform, die auch ihr seelische Wohlbefinden fördert.
Sie leiden auch unter Gynäkomastie?
Die Gynäkomastie kann eine ernst zu nehmende Belastung für Männer sein. Durch die gezielte operative Entfernung des überschüssigen Drüsengewebes und des dort umliegenden Fettgewebes, lässt sich das Risiko eines Mammakarzinoms beim Mann auf fast 0% reduzieren. Gleichzeitig wird eine flachere und maskulinere Brustkontur betont. Wir bieten daher eine umfassende Beratung zu diesen Fällen in unserer Ordination an. Eine persönliche und unverbindliche Untersuchung klärt zeitnah die Ursache und ermöglicht auch die richtige Wahl der am besten geeignetsten Behandlungsmethode nach dem aktuelle Stand der medizinischen Wissenschaft.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
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