
BRUSTIMPLANTAT UNVERTRÄGLICHKEIT
Breast Implant Illness - BII
ASIA-Syndrom
Dauer des Eingriffs

1,5-3 Stunden
Wieder Arbeitsfähig:
1-2 Wochen
(je nach Tätigkeit)

Gesellschaftstauglich:

1 Woche
Brustimplantate haben in den letzten Jahrzehnten vielen Frauen geholfen, ihr Körperbild zu verbessern und mehr Selbstvertrauen zu gewinnen. Dennoch können Implantate im Laufe der Zeit gesundheitliche, funktionelle und auch optische Probleme verursachen. Neben natürlichen Veränderungen des Körpers spielen auch Reaktionen auf das Implantat selbst eine Rolle. Das ist insbesondere bei einer nachgewiesenen Implantatunverträglichkeit der Fall.
Für die Betroffenen mit der Diangose BII - Breast Implant Illnes ist dies oft mit Unsicherheit, Ängsten und vielen Fragen verbunden:
„Brauche ich einen Wechsel von meinem Brustomplantat?“
„Welche Alternativen gibt es zu Brustimplantaten?“
"Wann muss das Implantat entfernt werden"?
Das BII ist sehr selten, seine Klinik oft unspezifisch und damit versteckt. Patientinnen laufen oft Jahre lang von Pontius zu Pilatus und wissen einfach nicht mehr weiter. Wir sind auf den Sympomkomplex bei einer möglichen vorliegenden Implantatunverträglichkeit, auch wenn diese selten auftritt, sensibilisiert.
Was ist BII?
Die Breast Implant Illness (BII) beschreibt ein seltenes Beschwerdebild, welches in Zusammenhang mit Brustimplantaten auftritt.
Der klinische Symptomcluster kann Monate oder Jahre nach der Implantation entstehen und sind leider oft unspezifisch:
Chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Hautveränderungen, hormonelle Beschwerden, Haarausfall, autoimmunähnliche Beschwerden und depressive Verstimmungen
Ursächlich wird eine immunologische Reaktion auf Silikonpartikel oder Fremdmaterialien im Bereich des Implantats wissenschaftlich diskutiert.
Was passiert im Körper bei BII?
Das Immunsystem reagiert möglicherweise dauerhaft auf Bestandteile des Silikons Ihrer Implantate. Das ist ähnlich wie bei Kontaktallergien auf andere Stoffe wie zB. Nickel oder Latex. Dabei kommt es zu einer chronischen Entzündungsreaktion im Körper, der Bildung von Autoantikörpern welches damit systemischen Beschwerden führt.
Der Biofilm am Implantat, die Silikonpartikel und dadurch ausgelöste Mikroentzündungen der Kapsel gelten als mögliche Trigger.
Endgültig beweisend für eine Silikonunverträglichkeit bei (Brust) Implantaten ist die deutliche Verbesserung der Klinik aktuell leider erst nach Entfernung der Implantate.
Der typische Symptomcluster bei BII - Uverträglichkeit von Implantaten der Brust
- Chronische Müdigkeit und „Brain Fog“
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Schlafstörungen, Kopfschmerzen
- Hautausschläge, Haarausfall
- Hormonelle Störungen
- Verdauungsprobleme
- Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen
- Verlust der Leistungsfähigkeit
- Autoimmunähnliche Beschwerden
- Brust- und Thoraxsensationen ohne nachweisbare Veränderungen - Fremdkörpergefühl an den Implantaten
Was ist das ASIA-Syndrom?
Das ASIA-Syndrom - Autoimmune Inflammatory Syndrome Induced by Adjuvants - beschreibt die immunologischen Reaktionen auf Fremdstoffe wie Silikon, Impfstoffadjuvanzien und Mineralöle. Es beinhaltet chronische Entzündungen, Autoantikörperbildung und systemische Beschwerden, die sich oft nach Entfernung des auslösenden Materials verbessern.
Der Symptomcluster entspricht dem des BII.
Das ASIA Syndrom kann nach aktueller Theorie durch verschiedene Adjuvanzien ausgelöst werden. Silikon ist nur eines davon. Das heisst, dieser Themenkomplex ist nicht auf Brustimplantate begrenzt und kann anderweitig auch auftreten.
Therapie von BII, ASIA Syndrom und der Silikonunverträglichkeit bei Brustimplantaten
Die wichtigste Therapie ist die Entfernung der Brustimplantate (Explantation) zusammen mit der gesamten Kapsel (Kapsulektomie) in Vollnarkose. Wir wenden hauptsächlich eine "EN BLOC - OP TECKNIK an. Dabei wird die Kapsel mit dem darin befindlichen Implantat in einem Stück und mit ungeöffneter Implantattasche vollständig entfernt.
Viele Patientinnen berichten nach OP über deutliche oder komplette Beschwerdebesserung innerhalb weniger Wochen oder Monate.
Ein ausführliches Beratungsgespräch ist essenziell, um individuell die beste Vorgehensweise zu bestimmen. Zeitgleich Rekonstruktionen der Brustform ohne Implantate sind möglich und können bei uns diskutiert werden. Auch ein Attest für Ihre Krankenversicherung, sowie Zweitmeinungen können bei uns durchgeführt werden.
Verhaltensweisen nach der OP
- Tragen eines Stütz-BH für 6 Wochen Tag und Nacht
- Heben nicht mehr als 5kg für zumindest 14 Tage (ggf. länger bei z.B. zusätzlicher Straffungsoperation)
- Nahtentfernung nach 14 Tagen - sofern diese nicht selbstauflösendend sind
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