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Brustwarzenkorrektur 

Veränderungen der Brustwarzen (Mamillen) weisen primär auf pathologische und funktionelle Störungen hin. Erkrankungen der Mamillen und des Brustwarzenvorhofs (Areola) können angeboren sein oder sich sekundär im Laufe des Lebens entwickeln. In vielen Fällen stehen dabei anatomische Fehlbildungen und entzündliche Prozesse im Vordergrund. Viel seltener sind bösartige Veränderungen der Brustwarzen, wie z. B. das Paget-Karzinom, ursächlich. Weiterhin kommen Fremdkörperreaktionen auf Intimpiercings sowie optische Wünsche nach Veränderungen der Brustwarzen in Betracht.

Wir bieten primär die chirurgische Korrektur der Brustwarzen bei funktionellen Beschwerden, zur Verbesserung der Hygiene oder zur Vorbeugung wiederkehrender Entzündungen, bei angeborenen oder erworbenen Asymmetrien, bei Verlust durch Brustkrebs (Mammakarzinom) sowie Korrekturen nach vorangegangenen Operationen an.

Schlupfwarzen (Mamilleninversion)

Eine der häufigsten pathologischen Veränderungen ist die sogenannte Schlupfwarze oder invertierte Mamille. Dabei ist die Brustwarze nach innen gezogen und tritt nicht oder nur vorübergehend hervor.

Ursachen:

Die Ursache liegt meist in verkürzten Milchgängen oder bindegewebigen Strukturen, die die Brustwarze nach innen ziehen. Schlupfwarzen können angeboren sein, sich während der Pubertät entwickeln, nach Entzündungen der Brust entstehen oder selten auch im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen auftreten.

Typische klinische Beschwerden:

Neben sichtbaren Veränderungen treten folgende Probleme auf:

  • erschwerte oder unmögliche Stillfähigkeit

  • wiederkehrende Entzündungen im Bereich der Mamille

  • Hautmazerationen durch Feuchtigkeit in der Einziehung

  • Sekretansammlungen

  • rezidivierende bakterielle Besiedelung mit lästigen Infektionen

 

Man unterscheidet unterschiedliche Schweregrade der Mamilleninversion, je nachdem, ob sich die Brustwarze manuell hervorziehen lässt oder dauerhaft eingezogen bleibt.

  • Grad 1 (leicht): Die Brustwarze ist eingezogen, lässt sich leicht durch Stimulation, Kälte oder manuell herausziehen und bleibt eine Zeit                                  lang prominent.

  • Grad 2 (mittel): Die Brustwarze lässt sich zwar unter Druck herausziehen, zieht sich aber sofort wieder nach innen zurück.

  • Grad 3 (schwer): Die Brustwarze ist stark nach innen gezogen und lässt sich nicht oder kaum nach außen richten. Diese Form nennt man        Hohlwarze.

Unsere Behandlungsansätze richten sich nach dem Schweregrad der Veränderung:

  • Konservativ: Bei Grad 1 können Übungen, Stillhütchen oder Hilfsmittel wie Niplettes helfen, während diese Maßnahmen bei Grad 2 und Grad 3 in der Regel erfolglos sind.

  • Operativ: Eine operative Korrektur (z. B. Korrektur nach Olivari) wird bei Grad 2 und 3 empfohlen, um die fixierenden Milchgänge zu durchtrennen und damit die Brustwarze dauerhaft aufzurichten.

Hypertrophie der Mamille (vergrößerte Brustwarzen)

Bei einer Mamillenhypertrophie ist die Brustwarze deutlich vergrößert oder stark vorstehend. Diese Veränderung kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.

Mögliche Ursachen sind hormonelle Einflüsse, Veränderungen während der Schwangerschaft und Stillzeit, genetische Faktoren sowie Bindegewebsveränderungen.

In den meisten Fällen kommt es primär zu wiederkehrender mechanischer Reizung, Druckschmerz und vermehrten Hautirritationen. Insbesondere entsteht eine starke Reibung an der Kleidung, die auf Dauer ein medizinisches Problem darstellen kann.

Die einzige dauerhaft wirksame Therapie ist die chirurgische Behandlung. Das geht sehr gut in lokaler Anästhesie.

Entzündliche Erkrankungen der Brustwarze

Der Bereich der Mamille und Areola ist anfällig für verschiedene entzündliche Erkrankungen, die oft chirurgische Maßnahmen erforderlich machen.

Periduktale Mastitis:

Die periduktale Mastitis ist eine Entzündung der Milchgänge im Bereich der Brustwarze. Typische Symptome sind Schmerzen im Bereich der Mamille, Rötung und Schwellung, eitrige Sekretion aus der Brustwarze sowie wiederkehrende Abszesse. Chronische Verläufe können zu Narbenbildung und Einziehung der Brustwarze führen.

Subareolärer Abszess:

Ein subareolärer Abszess ist eine Eiteransammlung unterhalb des Warzenhofs. Er entsteht meist als Folge einer bakteriellen Infektion der Milchgänge. Beschwerden können starke Schmerzen, lokale Schwellung, Überwärmung der Haut sowie Sekret- oder Eiteraustritt sein. In manchen Fällen ist eine chirurgische Drainage oder die Entfernung entzündeter Milchgänge erforderlich.

Fehlbildungen von Mamille und Areola

Neben entzündlichen Erkrankungen können auch angeborene Fehlbildungen auftreten. Dazu gehören unter anderem:

  • Athelie – vollständiges Fehlen der Brustwarze

  • Polythelie – zusätzliche Brustwarzen entlang der sogenannten Milchleiste

  • asymmetrische oder deformierte Mamillen

 

Diese Veränderungen treten entweder isoliert oder im Rahmen genetischer Syndrome auf, wie z. B. des Poland-Syndroms.

Morbus Paget der Mamille

Das Paget-Karzinom ist eine seltene, meist einseitige Brustkrebsform, die als ekzemartige Hautveränderung an Brustwarze und Warzenhof beginnt. Symptome sind Rötungen, Schuppung, Juckreiz oder Blutungen, oft begleitet von einem tieferliegenden Brusttumor. Die Behandlung umfasst eine zeitnahe chirurgische Entfernung. Weitere zusätzliche Behandlungen wie Bestrahlung oder Chemotherapie sind möglich und abhängig von der Tumorbiologie.

Wann ist eine operative Behandlung notwendig?

Eine operative Behandlung der Brustwarzen kann bei funktionellen Beschwerden indiziert sein. Bei unklaren und abklärungsbedürftigen Veränderungen, welche länger als 6 Wochen bestehen, ist das in jedem Fall notwendig. Die genaue Therapie richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Erkrankung und deren Ausprägung. Wir beraten Sie daher sehr gerne unverbindlich in unserer Ordination zu diesem Thema.

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