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Grafik einer weiblichen Brust nach einer Brustvergrößerung

Breast Implant -Associated Anaplastic Large Cell Lymphoma (BIA ‑ ALCL)

Dauer des Eingriffs:

Ikon Dauer des Eingriffs.png

1,5-3 Stunden

Wieder Arbeitsfähig:

1-2 Wochen
(je nach Tätigkeit)

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Gesellschaftstauglich:

Ikon Gesellschaftsfähig.png

1 Woche

Alles rund um den sehr seltenen Brustkrebs durch Brustimplantate für Wien, Umgebung und Salzburg

Was ist BIA-ALCL?

Das BIA ‑ ALCL ist eine sehr seltene, aber ernst zunehmende Erkrankung, die im Zusammenhang mit Brustimplantaten auftreten kann. Es handelt sich dabei nicht um den klassischen Brustkrebs mit einer bösartigen Veränderung der Brustdrüse, sondern um die spezielle Form eines Lymphoms. Genauer gesagt geht es hierbei um ein Non ‑ Hodgkin ‑ T - Zell - Lymphom, welches typischerweise im Bereich der Implantatkapsel entsteht. Die meisten Fälle betreffen ältere Implantate mit grob texturierten Oberflächen.

 

Durch zuverlässige Diagnostik und frühzeitige Therapie sind die Heilungschancen bei diesem meistens nur lokal wachsenden Tumor sehr gut.

 

Nur sehr selten und in fortgeschrittenen Stadien tritt eine lymphogene Streuung auf.

Was ist BIA-ALCL?

BIldliche Darstellung des BIA ALCL - 

Brustimplantat assoziiertes großzelliges Lymphom

Darstellung_BIA-ALCL.jpeg

Pathologie & Entstehung des ALCL

  • BIA-ALCL entwickelt sich typischerweise auf der Innenseite einer fibrotischen Kapsel, welche sich natürlich um das Brustimplantat bildet und  nicht im Brustdrüsengewebe selbst.

  • Der mediane Zeitraum von Implantation bis zum Auftreten von Symptomen liegt statistisch bei 7 bis 10 Jahren.
     

  • Als Auslösermechanismen werden unter anderem wissentschaftlich diskutiert:
     

  • Chronische Entzündungsreaktionen im Umfeld des Implantats, z. B. durch Mikroorganismen und Biofilme auf der Implantatoberfläche

  • Die grob texturierte Oberfläche könnte eine verstärkte Zell- und Materialinteraktion begünstigen – was das Risiko erhöht

  • Eine Kombination von genetischer Prädisposition und Umweltfaktoren, wie z. B. die Mutationen in STAT3, JAK1/3

    Wichtig:
    Trotz guter Belegbarkeit von  klinischen Zusammenhänge beim ALCL ist folgendes zu bedenken:
     

  • Das absolute Risiko an einer ALCL zu erkranken ist statistisch gesehen sehr gering!

  • Bis dato (Stand 2025) wurden ca. 1400 Fälle weltweit registriert.

  • Die Fallzahlen sind nicht 100%, da es derzeit keinen verpflichtenden weltweiten Register des ALCL gibt.

Typische klinische Symptome des ALCL

Die häufigsten und kardinalen Symptome sind

1. plötzliches auftretende einer einseitigen und SCHMERZLOSEN Schwellung der Brust

2. Serom im Ultraschall erkennbar (Flüssigkeitsansammlung um das Implantat herum)

3. Kapselfibrose nicht zwingend vorhanden

Zusätzlich können auftreten:

–  Knotenbildungen, regionale Verhärtungen der Lymphknoten in den Achseln und unter dem Schlüsselbein

–  Hautrötungen oder Veränderung der Brustform

​Eine systemische Streuung ist sehr selten, aber in fortgeschrittenen Stadien möglich.

Diagnosestellung

Die sichere Diagnostik umfasst eine

 

1. vollständige körperliche Untersuchung

2. Ultraschall der Brustdrüsen, der umliegenden Gewebe und der axillären Lymphknoten

3. ggf. MRT-/CT-Scan 

4. sterile Punktion des Seroms am Besten ultraschallgesteuert in unserer Ordination

​Nur der Nachweis von CD30 ‑ positiven Zellen spricht für das Vorhandensein eines BIA ‑ ALCL.

 

Bei Verdacht auf eine überregionale Ausbreitung erfolgt die Durchführung eines PET/CT Scans.

Empfohlene Therapie im Falle von BIA - ALCL

1. Enblock Resektion von Implantat mit veränderter Kapsel, ohne diese intraoperativ zu eröffnen

2. Ggf.  Biopsie des Wächterlymphknotens aus der seitengleichen Achsel

3. Ggf. Axilladissektion im Falle von Mikrometastase über 2mm Durchmesser

4. Regelmäßige klinische Nachsorgen und Ultraschallsonografien

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