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INTIMCHIRURGIE LGBTQ+

Intimchirurgische Eingriffe betreffen Frauen und Männer gleichermaßen. Funktionelle Beschwerden, Veränderungen nach der Schwangerschaft, Gewichtsveränderungen und hormonelle Umstellungen sowie optische Wünsche können Gründe sein, sich medizinisch für den Intimbereich beraten zu lassen.
Auch die Beschneidung bei männlichen Kindern ab dem 3. Lebensjahr und verzögert bei Erwachsenen gehört zu unseren etablierten Verfahren. Proktologische Eingriffe wie die Behandlung von Hämorrhoiden, Analfissuren, Sinus pilonidalis (Zwilling) und Schließmuskelprobleme (Insuffizienzen) sind u. a. ebenso Teil unseres medizinischen Angebotes zur Intimchirurgie.
Die meisten Eingriffe können in regionaler Anästhesie durchgeführt werden.

Perianale und perigenitale Eingriffe wie chronische Entzündungen der Schweißdrüsen - Hidradenitis suppurativa - welche oft größerflächig sind, werden bei uns in Vollnarkose durchgeführt.

Leistungsüberblick Intimchirurgie für Frauen, Männer und LGBTQ+

Proktologische Behandlungen


Analfissuren
Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss der empfindlichen anodermalen Haut im Bereich des Analkanals. Sie entsteht häufig durch harten Stuhlgang, chronische Verstopfung oder starkes Pressen und kann zu erheblichen funktionellen Beschwerden führen.


Typische Symptome sind:


- Stechende Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang (Patienten beschreiben es als ,,schneidender Schmerz“ oder

,,Gefühl eines Glassplitters“)
- Helle Blutablagerungen auf dem Toilettenpapier
- Schließmuskelkrampf, der zu einem Teufelskreis aus Schmerz – Verkrampfung und weiterer Fissur führt
- Angst vor dem Stuhlgang, was wiederum zur Verstopfung und einer Verschlechterung führen kann


Unbehandelt kann aus einer akuten Fissur schnell ein chronischer Zustand entstehen, oft begleitet von sekundären Veränderungen wie einer Vorpostenfalte oder hypertrophen Papillen.


Eine konsequente Therapie ist wichtig, um


- dauerhafte Schmerzen zu verhindern
- Folgeschäden wie eine Schließmuskelschwäche zu vermeiden
- chronische Fissuren mit Vernarbung oder Infektion zu verhindern

Therapiemöglichkeiten von Analfissuren:


Konservative Maßnahmen


- Stuhlregulation

- lokale Salbentherapie zur Senkung des Schließmuskeltonus
- Schmerzreduktion


Operative oder interventionelle Therapien, wenn konservative Optionen nicht ausreichen


- minimalinvasive Fissurektomie
- Laserbehandlung zur schnellen Abheilung
- selten: eine laterale Sphinkterotomie bei hochgradigem Schließmuskelspasmus

Gerade die Lasertherapie in Lokalanästhesie, wie wir sie in unserer Praxis anbieten, ermöglicht eine schnelle Genesung und geringe Ausfallzeiten – in enger Analogie zu anderen proktologischen Eingriffen unseres Angebotes.


 

Sinus pilonidalus (Pilonidalsinus / „Zwilling“)

Der Sinus pilonidalus ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesäßfalte, bei der eingewachsene Haare zu lokalen Entzündungen, Abszessen oder wiederkehrenden Infektionen führen. Häufiger sind vor allem junge Erwachsene und Männer betroffen.

Typische Beschwerden:


- Schmerzen in der Gesäßfalte, besonders beim Sitzen
- Eitrige Sekretion oder wiederkehrende Abszesse
- Schwellungen und Rötungen
- Einschränkungen im Alltag, beim Sport oder längerem Sitzen (z. B. Büroarbeit, Autofahren)

Die Erkrankung kann zu chronischen Fistelgängen führen, die sich ohne Therapie zunehmend ausbreiten können. Unbehandelt entstehen häufig rezidivierende Infektionen, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.


Eine Behandlung ist erforderlich, um:


- wiederkehrende Infektionen und Abszesse zu verhindern,
- Schmerzen zu beseitigen,
- die Ausbreitung der Fistelgänge zu stoppen,
- langfristige Arbeitsausfälle und Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.

Therapiemöglichkeiten


 Akuttherapie bei Abszessen:
- rasche Entlastung mittels Inzision, um Schmerzen sofort zu reduzieren

 

Definitive Behandlung:
- Entfernung der Fistelgänge durch schonende operative Techniken
- moderne Verfahren wie Laserablation (SiLaC), die minimalinvasiv arbeiten

 

Diese laserbasierten Verfahren ermöglichen in der Regel, kurze Eingriffszeiten, minimale Wundflächen, schnelle Arbeits- und Sportfähigkeit, und eine geringe Rezidivwahrscheinlichkeit.

 

Damit fügt sich die Behandlung des Sinus pilonidalus nahtlos in unser Konzept der effektiven,
alltagsfreundlichen, laserunterstützten proktologischen Therapie
ein.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind vergrößerte Gefäßpolster im Enddarm, die Beschwerden wie Jucken, Brennen, Blutungen oder Schmerzen beim Stuhlgang verursachen können. Je nach Stadium reichen konservative Maßnahmen wie Salben oder Verhaltensänderungen bis hin zu kleinen Eingriffen. Eine rechtzeitige Behandlung verhindert das Fortschreiten und lindert Beschwerden. Wir arbeiten sehr effektiv mit dem Laser und ersparen unseren Patienten damit lange Ausfallzeiten und so gibt es  fast keine Einschränkung der Lebensqualität nach der Operation.


Stuhlinkontinenz - Anale Inkontinenz - Insuffizienz des Sphinkterapparates
Unter Stuhlinkontinenz versteht man die fehlende Kontrolle über Stuhlgang und dem Halten von Winden, was für Betroffene im Alltag sehr belastend sein kann. Das kann viele Ursachen haben und keine davon ist spezifisch für homosexuelle Männer:


- Sphinkterschwäche (innerer/äußerer Afterschließmuskel geschädigt)
- Anale Fissuren / Narbenbildung
- Rektale Prolapsneigung
- Neurologische Ursachen (z. B. nach Rückenmarksproblemen, Diabetes, MS)
- Chronische Durchfälle / Reizdarm
- Voroperationen (Hämorrhoiden-OP, Fisteln etc.)
- Alterungsprozesse
- Geburten
- Überdehnung – möglich bei Analverkehr

 

Therapie:

In analer Lokalanästhesie und Steinschnittlage können Hämorhoiden Grad 1 bis Grad 4 gezielt mit dem Laser endoluminal verödet werden. Es treten deutlich geringere bis nahezu keine Ausfallszeiten ein. Unsere Patienten erholen sich viel schneller als jene mit herkömmlichen chirugischen Exzisionsverfahren.
 

Hidradenitis suppurativa - chronische Schweißdrüseninfektion - Acne inversa

Die Hidradenitis suppurativa ist eine chronisch-rezidivierende, entzündliche Erkrankung der Haarfollikel in intertriginösen Arealen wie Axillen, Leisten, perianal und submammär. Pathophysiologisch steht eine follikuläre Okklusion mit nachfolgender Ruptur des Haarfollikels und sekundärer Entzündung im Vordergrund. Klinisch zeigen sich schmerzhafte Knoten, Abszesse, Fistelgänge und narbige Veränderungen, die häufig zu erheblichen funktionellen und psychosozialen Einschränkungen führen.

Die Erkrankung wird meist nach der Hurley-Klassifikation in drei Stadien eingeteilt:

  • Hurley I: einzelne oder multiple Abszesse ohne Fistelbildung oder Narben

  • Hurley II: rezidivierende Abszesse mit Fistelgängen und Narbenbildung

  • Hurley III: diffuse Beteiligung mit multiplen miteinander verbundenen Fistelsystemen

Die Behandlung erfolgt heute stufenweise und ist multimodal.

Konservative Maßnahmen

  • Gewichtsreduktion und Nikotinkarenz

  • topische Antiseptika und Antibiotika (z. B. Clindamycin)

  • systemische Antibiotika (z. B. Tetrazykline oder Kombination Clindamycin/Rifampicin)

  • Bei moderater bis schwerer Erkrankung kommen zunehmend Biologika zum Einsatz, insbesondere Adalimumab (TNF-α-Inhibitor), welches derzeit die am besten etablierte systemische Therapie darstellt. Weitere immunmodulierende Therapien werden derzeit untersucht.

Konservative Maßnahmen allein sind selten kurativ.

Chirurgische Therapie
Bei fortgeschrittenen Stadien ist häufig eine operative Behandlung erforderlich bzw. die einzige langfristig erfolgreiche Wahl der Therapie.

 

Zu den Verfahren gehören:

  • Inzision und Drainage bei akuten Abszessen (symptomatisch)

  • Deroofing chronischer Fistelgänge

  • Exzision der betroffenen Areale mit sekundärer Heilung oder plastischer Deckung

Wir sind der Meinung, dass insbesondere die chirurgische Exzision bei ausgedehnten Befunden die niedrigsten Rezidivraten aufweist.

 

Falls Sie Probleme mit Acne inversa haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

Zeit, Vertrauen und Diskretion

Wenn Sie unter einem der oben genannten Probleme leiden, nehmen wir uns in unserer Ordination gerne viel Zeit für Sie. Gemeinsam schauen wir uns in aller Ruhe alle Therapiemöglichkeiten an und finden die Lösung, die am besten zu Ihnen passt.

Mit modernen diagnostischen Verfahren und unterschiedlichen Therapien lässt sich in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung erreichen. Wir behandeln sehr erfolgreich mit dem Laser in Lokalanästhesie.

Uns ist wichtig, dass Sie sich jederzeit gut aufgehoben fühlen und Ihnen Ihr Anliegen nicht unangenehm sein muss.

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... Sie können auch einfach eine E-Mail schreiben, anrufen oder uns via WhatsApp kontaktieren:

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